Zum Hörer greifen. Oder mailen. Oder chatten.

Wenn im Leben alles Kopf steht

Manchmal steht im Leben alles Kopf. Da ist es gut, mit jemand reden zu können...
Die TelefonSeelsorge ist für jeden da - alte und junge Menschen, Berufstätige, Menschen ohne Erwerbstätigkeit, Rentner, für Menschen jeder Glaubensgemeinschaft und natürlich auch für Menschen ohne Kirchenzugehörigkeit. Sie erreichen die TelefonSeelsorge kostenfrei und rund um die Uhr. Denn Sorgen wiegen schwer und sie richten sich nicht nach Tages- oder Öffnungszeiten. Da ist es gut, wenn auch mitten in der Nacht jemand ein offenes Ohr hat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich ihrer verantwortungsvollen Aufgabe bewusst und nehmen Ihren Anruf ernst – egal, ob um acht Uhr morgens oder um Mitternacht. => Telefon 0800 111 0 111.

Mail- und ChatSeelsorge

Wenn Sie lieber schreiben möchten - wir sind über das bundesweite Netzwerk der TelefonSeelsorge im Internet (TSI) auch per Mail oder im Chat zu erreichen. Bitte melden Sie sich dazu mit einem selbst gewählten Nicknamen und Ihrer E-Mail-Adresse an unter https://online.telefonseelsorge.de

 

Neuer Kurs startet im November

Onlineberatung im Ehrenamt – Jetzt anmelden zur Ausbildung

„Sorgen kann man teilen – auch digital“, so lautet das aktuelle Motto der TelefonSeelsorge. Anonym und verschwiegen bieten Ehrenamtliche nicht nur am Telefon Menschen in Krisen und in seelischer Not Hilfe an. Auch in der Mail- und ChatSeelsorge stehen gut qualifizierte Ehrenamtliche den Ratsuchenden zur Seite. „Aus Worten können Wege werden“, bestätigt Petra Kretschmer, die frühere Leiterin der TelefonSeelsorge Wolfsburg, das Angebot der TelefonSeelsorge bundesweit. Als Pastoralpsychologin und zugleich zertifizierte Onlineberaterin bietet sie zusammen mit einer weiteren Ausbilderin eine neue Ausbildung für Onlineberatung an.

Zu Beginn der vierteljährigen, kostenfreien Ausbildung liegt der Schwerpunkt der digitalen Beratung auf einem computergestützten Kommunikationstraining. Die verschiedenen Themen werden durch viele praktische Übungen, anhand  sog. Fallbeispiele, betrachtet und analysiert. Die Ausbildung ist lösungsorientiert angelegt. Mit dem Angebot der Onlineberatung können Ratsuchende nicht nur Trost finden, sondern oft neue Perspektiven für sich entwickeln und eigene Antworten zur Problembewältigung finden. „Man erhält Einblicke in eine Welt, die man im Alltag oft nicht vor Augen hat“, erläutert Kretschmer. „Und genau das macht dieses Ehrenamt aus. Man erlebt die Vielschichtigkeit des Lebens in jeder Begegnung.“ Nach Abschluss der Ausbildung findet fortlaufend durch Supervisionssitzungen in Gruppen und durch Fortbildungsveranstaltungen eine Vertiefung der Inhalte statt.

Grundlage für das besondere Ehrenamt sind Empathie, eine einfühlende und mitfühlende Haltung, Bereitschaft zur Selbsterkenntnis und Freude an einer gruppendynamisch angelegten Ausbildung. Diese umfasst vier Samstage und 15 dreistündige Einheiten dienstags abends. Die Ausbildung beginnt ganztägig am Samstag, den 06.November, und schließt mit einer Abendveranstaltung ab am 01.März 2022.

Weitere Informationen zur Ausbildung für Onlineberatung gibt Petra Kretschmer. Interessierte können gemeinsam mit ihr auch ermitteln, ob ein Ehrenamt in der Mail- und ChatSeelsorge für sie passt: Kontakt per Mail: petra.kretschmer@evlka.de oder telefonisch unter: 0176 521 75 670.

Die Termine im Überblick:
06.11.2021 10 - 15.30 Uhr
18.11.2021 10 - 15.30 Uhr
ab dem 09.11.2021 immer dienstags von 18.30 bis 21.10 Uhr.
Ausbildungsende März 2022.

Ehrenamtlicher in der Onlineberatung

 

Petra Kretschmer in den Ruhestand verabschiedet

Die Leiterin der Telefonseelsorge des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen, Petra Kretschmer, wurde am 29. August in den Ruhestand verabschiedet. Sie leitete die Telefonseelsorge seit Oktober 2011. „Einsamkeit, Leiden, Zukunftssorgen und oft auch das Thema Suizid begegnen mir und den Ehrenamtlichen in der Telefonseelsorge“, sagte die Theologin. Das Team der Telefonseelsorge in Wolfsburg habe im Jahr 2020 11.240 Anrufe verzeichnet, rein rechnerisch seien das 31 Anrufe täglich. „Und täglich heißt: 365 Tage im Jahr – Tag und Nacht.“

Menschen, die bei der Telefonseelsorge anrufen, seien die Experten ihrer Lebenssituation, nicht die Beratenden. „Als Seelsorger:innen entwickeln wir gemeinsam mit den Hilfesuchenden in ihrer seelischen Not neue Wege zu der von ihnen selbst angestrebten Lösung und schauen gemeinsam, ob und wie diese Wege realis-tischerweise im Alltag umgesetzt werden können.“

Seelsorge am Telefon ist nach wie vor wichtig, die Kommunikation in der Mail- und Chatseelsorge gewinne allerdings zunehmend an Bedeutung. „Es ist auch eine Frage des Alters, die 15 – 39-jährigen kommen zunehmend online zu uns“, hat die Theologin Kretschmer während der Pandemiezeit erfahren. Online-Beratung funktioniere anders. „Das erfordert neue, zusätzliche Kompetenzen für die Aus- und Weiterbildung und auch für die SupervisorInnen.“ Deshalb werde sie – Ruhestand hin oder her – ab November eine Ausbildung für Interessierte anbieten, um hier die nötigen Qualifikationen zu vermitteln.

Die Bedeutung der Wolfsburger Telefonseelsorge wird nicht nur von den Hilfesuchenden anerkannt und wertgeschätzt. „Die Telefonseelsorge ist eine der ganz wichtigen sozialen Einrichtungen unserer Stadt, die unschätzbare Dienste für die Menschen leistet. Rund ein Jahrzehnt hat Frau Kretschmer diese Einrichtung mit viel Herzblut geleitet und geprägt“, sagte der Wolfsburger Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Für Ihre großartige Leistung in der Telefonseelsorge an der Spitze dieses tollen Teams von Ehrenamtlichen bedanke ich mich im Namen der Stadt Wolfsburg ganz herzlich.“

Auch der stellvertretende Superintendent des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen, Pastor Wolfram Bach, bedankte sich ausdrücklich. „Die Telefonseelsorge in Wolfsburg ist gut aufgestellt. Das ist zu einem großen Teil der beharrlichen Arbeit von Petra Kretschmer zu verdanken.“ Sie habe immer wieder neu ehrenamtlich Mitarbeitende geworben und fortgebildet und sie dann in ihrer Arbeit unterstützt und begleitet. „Gerade in der Zeit der Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig das offene und niederschwellige Angebot der Telefonseelsorge ist“, bedankte sich Bach im Namen des Kirchenkreises bei Petra Kretschmer.

Verabschiedung links Petra Kretschmer rechts stellvertretender Superintendent Wolfram Bach

 

 

TelefonSeelsorge-Nummer als Sonderbriefmarke

Bundesministerium der Finanzen würdigt Engagement an den Nächsten

Berlin, 17. August 2021 – Im Jahr ihres 65-jährigen Bestehens erfährt die TelefonSeelsorge eine besondere Wertschätzung. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) gibt die Telefonnummer 0800-111-0-111 als Sonderbriefmarke heraus. Erstverkaufstag für die 80-Cent-Briefmarke ist der 2. September.

Präsentation der neuen Briefmarke

„Wir freuen uns sehr, denn das ist ein Zeichen, dass unsere Arbeit für die Menschen von Politik und Gesellschaft wahrgenommen und anerkannt wird“, sagt Pfarrer Frank Ertel, gemeinsam mit dem Pastoraltheologen Michael Hillenkamp Vorsitzender des Leitungsgremiums der TelefonSeelsorge. „Die Briefmarke ist ästhetisch gelungen – und sie beinhaltet nicht nur unsere Rufnummer, sondern auch unser Online-Angebot. Gerade damit erreichen wir in der Pandemie die in vieler Hinsicht besonders betroffenen jungen Menschen.“ So sei etwa der Anteil männlicher 15- bis 19-Jähriger an den Mail- und Chatkontakten gegenüber der Zeit vor der Pandemie um 90 Prozent gestiegen.

Die Präsentation der Briefmarke fand in den Räumen der Diakonie Deutschland statt. Diakonie-Finanzvorstand Dr. Jörg Kruttschnitt begrüßte die Anwesenden, allen voran Staatssekretär Dr. Rolf Bösinger, BMF. Durch die Briefmarke werde TelefonSeelsorge sichtbar – und damit für weitere Menschen als Angebot erfahrbar.

Staatssekretär Dr. Bösinger überbrachte Grüße des Bundesfinanzministers Olaf Scholz. Auch er betonte die Bedeutung der TelefonSeelsorge in Corona-Zeiten. Für viele Menschen sei gerade jetzt die Unterstützung durch Außenstehende wichtig geworden. „Da es sich um eine 80-Cent-Marke handelt, also um das Standardbrief-Wertzeichen, ist sichergestellt, dass diese Marke mit ihrer Botschaft wirklich sehr breit wahrgenommen wird. Sie wird am 2. September in einer Auflage von knapp 3,4 Millionen Exemplaren in die Verkaufsstellen der Deutschen Post AG kommen.“

Für die rund 50 Sonderpostwertzeichen, die jährlich herausgegeben werden, gibt es jeweils mehrere Hundert Themenbewerbungen. Die Auswahl obliegt einem Programmbeirat, über die grafische Qualität der Umsetzung des Themas entscheidet ein Kunstbeirat. Etwa 100 Grafikerinnen und Grafiker stehen für die Umsetzung der Motive zur Verfügung, jeweils sechs bis acht von ihnen erstellen zu einem Thema Entwürfe, unter denen dann die Entscheidung fällt. Die Sonderbriefmarke „TelefonSeelsorge“ gestaltete die Nürnberger Grafikerin Elisabeth Hau.

In seiner Dankesrede würdigte Oberkirchenrat Joachim Ochel, Theologischer Referent beim Bevollmächtigten des Rates der EKD, nicht nur die gelungene Gestaltung und die Wertschätzung des Ministers, sondern auch die unkomplizierte und pragmatische Zusammenarbeit zwischen Ministerium und kirchlicher Institution.

Dr. Ertel, Staatssekretär Dr. Rolf Bösinger, Bundesministerium der Finanzen und Dr. Jörg Kruttschnitt, Finanzvorstand der Diakonie Deutschland.

Dr. Ertel, Staatssekretär Dr. Rolf Bösinger, Bundesministerium der Finanzen und Dr. Jörg Kruttschnitt, Finanzvorstand der Diakonie Deutschland.

 

Interesse an der Ausbildung?

Sie interessieren sich für eine Ausbildung für das Ehrenamt am Telefon oder in der Mail- oder Chatberatung? Melden Sie sich gerne per Mail an telefonseelsorge.wolfsburg@evlka.de. Dann können wir ein Erstgespräch vereinbaren - zum Kennenlernen, um Ihnen die Ausbildung näher vorzustellen und zum Besprechen Ihrer offenen Fragen.

Welcher Aufgabe widmet sich die TelefonSeelsorge? Ausgebildete TelefonSeelsorger:innen können Ratsuchende im Sinne von ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘ in konflikthaften Lebenssituationen unterstützend begleiten. Die Mitarbeitenden tun diese Aufgabe ehrenamtlich in der Grundüberzeugung, dass auch in noch so leidvollen, verzweifelten oder ausweglos erscheinenden Situationen Hoffnung wieder aufkeimen kann.

Was sollten sich potentielle Ehrenamtliche vor Augen halten? Es braucht ein Grundinteresse an Kommunikation sowie Verschwiegenheit und zugleich die Offenheit, anderen Menschen vorurteilsfrei zu begegnen. In der Ausbildung ist Selbsterfahrung deshalb unerlässlich. Im Schutz der gegenseitigen Anonymität und Unsichtbarkeit begegnen sich zwei Menschen und können frei kommunizieren. Das ermöglicht eine Offenheit, sich über die Probleme  der Ratsuchenden auszutauschen und gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen.

Was haben die Ehrenamtlichen von diesem Ehrenamt? Es ist eine Aufgabe, die Sinn macht. Sie lernen, die Beziehung mit den Ratsuchenden so aufzubauen, dass man die Last des anderen mitträgt und lösungsorientiert berät, ohne dass es für die beratende Person selbst zur Last wird. Das hilft den Mitarbeitenden zugleich auch in ihrem Privatleben und im beruflichen Umfeld.

Wer bildet aus? Gemeinsam mit einer weiteren Ausbildungskraft ist die Leiterin der TelefonSeelsorge Wolfsburg, Petra Kretschmer, Lehrbeauftragte für die Ausbildung. Außerdem ist sie als qualifizierte Onlineberaterin und Supervisorin tätig.

Haben Sie Interesse?
Melden Sie sich per Mail an telefonseelsorge.wolfsburg@evlka.de, oder per Telefon 05361-398720 - wenn der AB anspringt, hinterlassen Sie bitte deutlich Ihren Namen und wie wir Sie erreichen können.

 

Kinder- und Jugendtelefon

Blick aus dem Fenster

Das Kinder- und Jugendtelefon ist ein Teil des Seelsorge- und Beratungsangebotes unserer TelefonSeelsorge Wolfsburg. Es wendet sich mit der leicht einprägbaren Notrufnummer 05361- 12345 an Kinder, Jugendliche und deren erwachsenen Bezugspersonen.